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Über vier Jahre verbrachte Alf bei uns im Tierhafen. Im April 21 hatten wir ihn aus einem Partnertierheim übernommen, doch lange Zeit tat sich gar nichts für ihn, außer, dass seine Zunge vor Hektik immer länger wurde...


Der Typ mit dem "zu weit aufgedrehten Schalter", der verrückt danach war, seinen Dummy zu apportieren, der seine jahrelange Gassigängerin und Bezugsperson für einen letzten gemeinsamen Nachmittag im Hospiz besuchen durfte...


Dieser Typ hat Menschen gefunden, die auf der Suche nach einer Herausforderung waren, sich auf den ersten Blick in ihn verliebten und dann doch von Zweifeln geplagt waren, als Alf bei ihnen einzog. Zum Glück nur kurz und wir freuen uns wahnsinnig, wie positiv das sehr ehrliche Feedback nach drei Wochen Alf ausfällt.
1.000 Dank fürs Trauen, Dranbleiben und Chance geben ♥


"Hallo liebes Team vom Tierhafen,
nach nunmehr drei Wochen, die Alf bei uns ist, wollen wir gerne eine kleine Rückmeldung geben, wie es ihm denn inzwischen geht. Ich denke, er war ja wohl ein ungewöhnlich lange einsitzender Kandidat, da möchten seine Pfleger doch bestimmt gerne wissen, wie er sich macht.
Offen gestanden hatten wir die ersten zwei Tage Zweifel, ob es die richtige Entscheidung war. Er war pausenlos auf den Beinen, vollkommen überdreht. Aber es war natürlich auch klar, dass das alles absolut neu für ihn war, also Geduld. Und tatsächlich werden wir jeden Tag mehr belohnt, schon am dritten Tag kam er deutlich zur Ruhe und freute sich auf seine Spaziergänge, legte sich zwischendurch aber auch einfach mal hin. Er lernt dauernd dazu, z.B. wollte er anfangs zuhause nicht die Treppe hoch gehen. Irgendwann kam er zaghaft hoch, traute sich dann nicht mehr runter. Zwei Mal mit Leckerlis gelockt, seitdem rennt er permanent auf und ab.
Autofahren scheint er sehr zu lieben, mehr als spazieren, denn beim Gassi gehen bleibt er immer erwartungsvoll am Auto stehen. Unterwegs schaut er sich begeistert die Welt um sich herum an, springt aber leider auch quer durchs Fahrzeug. Oder eher: sprang. Auch das hat er gelernt, heute sind wir in Urlaub gefahren und er saß ganz brav angeschnallt auf der Bank bzw hat geschlafen.
Natürlich ist er ein Wirbelwind, aber wir haben gemerkt, dass er vor allem wahnsinnig neugierig ist und auch inzwischen sehr die Nähe sucht. Bei anderen Hunden muss man aufpassen, da entscheidet er sich durchaus schnell mal gegen die Sympathie, trotzdem ist er einfach ein ganz toller Hund. Es ist unfassbar, warum er solange auf eine Familie warten musste, wir freuen uns um so mehr, dass er bei uns ist. Er sich wohl auch ein bisschen...
Viele Grüße"