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2.721 Tage hat Blacky im Tierhafen verbracht. Viele weitere zuvor in anderen Tierheimen.

Als junger Hund kam er 2011 aus Ungarn nach Deutschland, lebte erst in der einen, anschließend in einer anderen Familie, trug dann aber seit 2013 ununterbrochen den Titel "Tierheimhund", der bald darauf zu "Langzeitbewohner" wurde.

Blacky war schon immer begeisterter Outdoor-Fan, liebt die Natur, den Wind in der zotteligen Frisur, den Duft von Laub und Moos in der Nase. Mit seiner besten Freundin Line, die im Januar dieses Jahres verstarb, hat er sich Hütte, Sessel und Abenteuer geteilt. Nach ihrem Tod wurde bald darauf Seniorin Tessa zu seiner neuen Tischdame und Bettnachbarin.
Während sein Fell immer grauer wurde, färbte sich seine Hirnmasse bunt. Auf Social Walks mit mehreren Hunden und Gassigängern konnte er sich beweisen, eroberte neue Herzen und gewann in den letzten Jahren neue zweibeinige Freunde.

Doch die alten Freunde sind es, die Blacky jetzt zu seinem persönlichen Weihnachtswunder verhelfen.

Mitte November bekam er Besuch. Ob er die Zweibeiner wiedererkannte, die schon kurz nach seiner Ankunft in Deutschland das erste Mal auf ihn trafen, oder ob er seinem Herzen einfach einen Schwung gab, wagen wir nur zu vermuten. Nach mehreren Besuchen, gemeinsamen Spaziergängen und etwa einem Monat gegenseitigem Beschnuppern stand die Entscheidung jedenfalls fest. Blacky wird seine Aftershow-Party im eigenen Zuhause feiern.

Wir freuen uns unendlich und wissen um den Glücksgriff, den beide Seiten hier gemacht haben. Wir sind dankbar für die Chance und voller Hoffnung, dass Blacky und seinen Menschen noch ganz viel Zeit bleibt, nachzuholen, wonach er sich so lange gesehnt hat.


"Hi Leute
Tag 1 war sehr aufregend für alle Beteiligten. Blacky hat sich wie jeder neue Hund verhalten. Bissle nervös hin- und hergelaufen.
Wir haben beide im WoZi geschlafen, damit er keine Angst hat. Ich hatte 'ne Erkältung und bei jedem Niesen und Husten kam Blacky an und hat geguckt, was los ist.
Am Tag 2 hat er sein wahres Gesicht gezeigt und forderte bei jeder Gelegenheit Streicheleinheiten ein. Da hab ich meine Vorsätze "kein Hund mehr auf Sofa und Bett" verworfen. Der Kleine hat mit mir auf 'n Sofa, an mich dran gekuschelt, geschlafen. Er hat so viel aufzuholen. Am liebsten liegt er den ganzen Tag neben uns und möchte gestreichelt werden.
Jedes Mal kommen mir die Tränen, wenn ich dran denke, dass er so viele Jahre drauf verzichten musste.
Blacky will Alles richtig machen. Lässt sich brav an und ausziehen. Beim Pfoten sauber machen hat er nur 1x bei einem der Hinterläufe geknurrt.
Alleine kann er noch nicht bleiben. Als ich gestern an der Arbeit war, hat meine Sis nur die gelbe Tonne an die Straße gebracht. In der kurzen Zeit hat Blacky ganz jämmerlich geweint. Ansonsten ist er nur am Wedeln und genießt unsere volle Aufmerksamkeit.
Viele Grüße"