Eine unserer glücklichsten Vermittlungen letztes Jahr war wohl die von Cowboy. Heute auf den Tag genau feiert er seinen 4. Monat in der eigenen Familie!
Wie es ihm ergangen ist, möchten wir euch nicht vorenthalten:
Howdy, ich bin Cowboy, 12 Jahre,
und das ist meine Geschichte:
Geboren wurde ich in Ungarn. Dort direkt ins Tierheim. Dann eine lange Autofahrt nach Deutschland ins Tierheim Wau-Mau-Insel. Dann in den Tierhafen in Bad Karlshafen.
Während andere Hunde „Zuhause“ lernten, lernte ich „Zwinger“ und "Freigehege".
Viele Jahre Warten, ohne genau zu wissen worauf. Viele Menschen kommen und gehen gesehen. Viele Hunde kommen und gehen gesehen. Viele Hoffnungen geschnuppert. Und die Tierheimmitarbeiter:innen dachten: „Vielleicht morgen.“
Und dann, als die Tierheimmitarbeiter:innen vielleicht gar nicht mehr richtig daran glaubten, kam mein Freitag.
Da standen plötzlich drei Menschen vor mir. Sie sind einfach mal eben 4 Stunden Auto gefahren, nur um mich kennenzulernen.
Ich meine – hallo?! Ich bin doch nur ein Senior mit starkem Willen. 😊
Wir sind spazieren gegangen, haben ein bisschen Zeit im Garten verbracht und ich hab mein bestes „Ich-bin-eigentlich-ganz-cool“-Gesicht gemacht. Hat funktioniert, Samstagmorgen haben sie mich wieder abgeholt, um dieses Mal den gesamten Tag mit mir zu verbringen. Und obwohl ich ehrlicherweise zugeben muss, dass ich mich an dem Tag nicht ausschließlich von meiner besten Seite gezeigt habe, durfte ich dennoch die Nacht in ihrem Apartment verbringen. Whaaat? Kein Zwinger? Kein Freigehege? Klasse. 🎉
Und Sonntagmorgen hieß es: ⚠️ „Cowboy, du kommst mit nach Hause.“ Nach. Hause. Ich wusste gar nicht, was das ist. Jetzt weiß ich’s.
Zuhause bedeutet:
🛋️ zwei Couches, auf die ich darf, 🛏️ zwei Betten, in die ich darf, eine Hundebox nur für mich, 🌿 ein Garten zum Schnuppern, Gucken, Chillen, 🚶♂️ mindestens drei Spaziergänge am Tag an Baggerseen, in Schilffeldern und an und um die 🌊 Mosel, 🦴 Leckerchen (Vor allem, wenn Besuch kommt. Was freu ich mich inzwischen über Besuch!), 🧼 Pfoten putzen nach jedem Gassi (Nervig, aber okay.), 🪮 Bürsten (Spa oder Folter? Noch unklar.), 🥄 Löffel ablecken (Empfehle ich.) und ❤️💙🩵 unendlich viele Streicheleinheiten 😍
Und wisst ihr was? Ich darf sogar ohne Leine laufen. 😅 Mir vertraut jemand. Mir!
Seit vier Monaten lebe ich jetzt hier. Vier Monate Fürsorge, Aufmerksamkeit und ganz vieeel Liebe. ❤️💙🩵 Mehr als in den 12 Jahren davor zusammen.
Aber eins will ich unbedingt sagen: DANKE! 🥹An die Menschen im Tierheim in Ungarn. An die Wau-Mau-Insel in Kassel. Und vor allem an den Tierhafen Bad Karlshafen.
Ihr habt mich all die Jahre versorgt, mich getröstet, für mich gewartet und gehofft.
Ohne euch gäbe es mein Happy End nicht.
Heute bin ich kein „Tierheimhund“ mehr.
Ich bin Cowboy. Nachnamenbesitzer, In-die-Füße-Laufer, Fressmaschine, Sabberverteiler, Herzenklauer, Familienmitglied!
Und ich wünsche mir für alle Tierheimtiere: Bitte gebt nicht auf!
Irgendwo fährt vielleicht gerade jemand 4 Stunden nur für euch.
Ich bin so glücklich, mein Für-immer-Zuhause gefunden zu haben. Und wenn’s nach mir geht, bleib ich hier noch gaaanz lange. So lange, bis alle Löffel dieser Welt sauber geleckt sind.
Euer glücklicher
Cowboy F. 🐾 Yiiihaaa 🤠
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